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Prof. Dr. med Dr. theol Johannes Huber
War Vorstand der Frauenklinik im AKH Wien, Abteilungsleiter der Abteilung für Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin, Vorsitzender der Bioethikkommission der österr. Bundesregierung, Mitglied des Obersten Sanitätsrates, korrespondierendes Mitglied des Kuratoriums Alpbach und Mitglied zahlreicher wissenschaftlicher Gesellschaften.
Vortrag:
Was uns prägt – die software Programme unseres Lebens.
Inhalt:
Sigmund Freud, dessen 170. Mal sich der Geburtstag jetzt jährt, hat ohne neurologische Hilfsmittel das Konzept des „Über-Ich“ entworfen, das heute durch Forschungen im Bereich der Epigenetik und der miRNA-Biologie bestätigt wird; besondere Prägefenster für unser gesamtes Leben sind die Schwangerschaft, die ersten tausend Tage unseres Lebens und die Pubertät; diskutiert wird, welchen Einfluss diese Prägemechanismen auf die journalistische Berichterstattung, auf die Rechtsprechung in der Justiz und auf das kollektive Bewusstsein in der Bevölkerung haben; denn dieses freudsche Über-Ich besitzt nicht nur jeder von uns, sondern offensichtlich auch Zeitepochen; wenn man Philosophie als die Möglichkeit sieht, Gedanken in die Zeit zu fassen, dann könnte man die Geschichte auch als epigenetische Prägungen ansehen, die sich in der Politik offenbaren.
Wann?
Freitag, 09.10.2026, 18:00 – 18:45 Uhr